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bindung des Sauerstoffes mit dem Wasserstoffe entstanden
sein: so war es nöthig, durch neue Versuche auch diesen
Einwurf zu widerlegen.
Die Herren Fourcroy, Seguin, Vauquelin und
Argiula, machten daher einen neuen Versuch. Um das
Sauerstoffgas rein zu erhalten, bereiteten sie dasselbe aus
der übersauren kochsalzgesäurten Pottasche. Hundert Kubikzolle ¬
dieses Sauerstoffgas enthielten nur drei Kubikzolle
Salpeterstoffgas. Das Wasserstoffgas erhielten sie aus der
Zerlegung des Wassers, vermittelst einer Auflösung des Zinkes ¬
in verdünnter Schwefelsäure. Das Verbrennen geschah
mit der größten Vorsicht, und sehr langsam. Man verbrannte ¬
25582 Kubikzolle Wasserstoffgas, und 12457 Kubikzolle ¬
Sauerstoffgas. Das verbrauchte Wasserstoffgas wog
1039,358 Gran: das Sauerstoffgas wog 6209,869 Gran.
Beide verbrannten Gasarten wogen folglich zusammen 12
Unzen, 4 Quentchen und 49 Gran. Das, nach geendigtem
Versuche erhaltene, Wasser, wog 12 Unzen, 4 Quentchen
und 45 Gran: folglich war hier nur ein kleiner Unterschied
von vier Granen; ein Fehler, der sich, bei solchen Versuchen, ¬
leicht entschuldigen läßt. Das erhaltene Wasser war
ganz rein, und von aller Säure frei. Seine spezifische
Schwere war der spezifischen Schwere des destillirten Wassers ¬
vollkommen gleich.
Bald nachher machte ich einen Versuch zu Paris, in
Gesellschaft des jüngern Herrn von Jacquin, mit einer,
auf Kosten des Kaisers, unter Aufsicht des Herrn von Jacquin, =
verfertigten, und für die Universität zu Wien bestimmten, =
Maschine. Auch wir erhielten reines Wasser, ohne alle
Beimischung von Säure.
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