Volltext : Girtanner, Christoph: Anfangsgründe der antiphlogistischen Chemie

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bindung  des  Sauerstoffes  mit  dem  Wasserstoffe  entstanden
sein:  so  war  es  nöthig,  durch  neue  Versuche  auch  diesen
Einwurf  zu  widerlegen.
Die  Herren  Fourcroy,  Seguin,  Vauquelin  und
Argiula,  machten  daher  einen  neuen  Versuch.  Um  das
Sauerstoffgas  rein  zu  erhalten,  bereiteten  sie  dasselbe  aus
der  übersauren  kochsalzgesäurten  Pottasche.  Hundert  Kubikzolle ¬
  dieses  Sauerstoffgas  enthielten  nur  drei  Kubikzolle
Salpeterstoffgas.  Das  Wasserstoffgas  erhielten  sie  aus  der
Zerlegung  des  Wassers,  vermittelst  einer  Auflösung  des  Zinkes ¬
  in  verdünnter  Schwefelsäure.  Das  Verbrennen  geschah
mit  der  größten  Vorsicht,  und  sehr  langsam.  Man  verbrannte ¬
  25582  Kubikzolle  Wasserstoffgas,  und  12457  Kubikzolle ¬
  Sauerstoffgas.  Das  verbrauchte  Wasserstoffgas  wog
1039,358  Gran:  das  Sauerstoffgas  wog  6209,869  Gran.
Beide  verbrannten  Gasarten  wogen  folglich  zusammen  12
Unzen,  4  Quentchen  und  49  Gran.  Das,  nach  geendigtem
Versuche  erhaltene,  Wasser,  wog  12  Unzen,  4  Quentchen
und  45  Gran:  folglich  war  hier  nur  ein  kleiner  Unterschied
von  vier  Granen;  ein  Fehler,  der  sich,  bei  solchen  Versuchen, ¬
  leicht  entschuldigen  läßt.  Das  erhaltene  Wasser  war
ganz  rein,  und  von  aller  Säure  frei.  Seine  spezifische
Schwere  war  der  spezifischen  Schwere  des  destillirten  Wassers ¬
  vollkommen  gleich.
Bald  nachher  machte  ich  einen  Versuch  zu  Paris,  in
Gesellschaft  des  jüngern  Herrn  von  Jacquin,  mit  einer,
auf  Kosten  des  Kaisers,  unter  Aufsicht  des  Herrn  von  Jacquin, =
  verfertigten,  und  für  die  Universität  zu  Wien  bestimmten, =
  Maschine.  Auch  wir  erhielten  reines  Wasser,  ohne  alle
Beimischung  von  Säure.
Fünf¬
            
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