von den Minen.
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einer Mine sey allezeit doppelt so groß, als die mindeste ¬
Widerstandslinie. Denn dieses kann nur in einem
einzigen Fall statt finden, wenn nemlich die Mine mteiner =
gewissen bestimmten Menge Pulver geladen wird.
Ferner ist es ein Irrthum, wenn man glaubet, daß
eine überladene Mine nur ein Loch machet, dessen obere
Oeffnung nicht viel grösser, als die Kammer sey, worinnen
das Pulver gelegen hat, wie es uns diejenige erzehlen,
welche die Versuche zu Tournay angestellt haben, und wie
man es nachgehends in den Abhandlungen der königlichen
Academie der Wissenschaften vom Jahr 1707 hat beweisen
wollen, da sich doch just das Gegentheil zutragen muß.
Ich kann so gar die Versicherung geben, daß man nach
Belieben Minen anlegen kann, deren oberer Durchmesser
nicht nur zweymal so groß, als die mindeste Widerstandslinie,
sondern auch dreymal, viermal, fünfmal, ja sechsmal so
groß, und folglich vielmal grösser wird, als gewöhnlich,
und zwar in eben dem Verhältniß, als die Quadrate von
den Zahlen 3, 4, 5, 6 grösser sind, als das Quadrat von 2;
das ist, wenn man zum Exempel eine Mine hat, deren
mindeste Widerstandslinie 10 Fuß ist, so kann man ihre
obere Oeffnung wol 60 Fuß weit machen, welches einen
neunmal so grossen Trichter, als gewöhnlich, giebt, ohne daß
ein anderes Geheimniß dahinter steckt, als daß man das
Pulver nach gewissen Verhältuissen, die wir in der Folge
angeben werden, vermehret.
Kurz, ich werde durch unwidersprechliche Gründe darthun, ¬
was der Trichter einer Mine eigentlich für eine Gestalt ¬
haben soll.
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§. 606.