Volltext : Fontenelle, Bernard Le Bovier: Bernhard von Fontenelle Dialogen über die Mehrheit der Welten

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dern,  wenn  man  ihnen  sagte,  es  gaͤbe  Ungluͤkliche, ¬
  die  wirklich  Näͤchte  häͤtten,  und  in  eine
tiefe  Finsternis  verfielen,  und  die,  wenn  sie  sich
des  Lichts  erfreun,  doch  nur  Eine  Sonne  saͤhen.
Sie  würden  uns  für  Wegwurf  der  Natur  ansehn, ¬
  und  uͤber  unsern  Zustand  vor  Entsezen
schaudern.
Marquise.  Ich  will  Sie  nicht  fragen,  ob
die  Welten  der  Milchstrasse  Monde  haben?  Jch
sehe  wol,  daß  sie  den  dortigen  Hauptplaneten  ganz
unnuͤz  seyn  wuͤrden,  weil  diese  keine  Naͤchte  haben, ¬
  und  uͤbrigens  in  so  engen  Raͤumen  laufen
muͤssen,  daß  sie  sich  mit  einem  Gefolge  von  Nebenpla ¬
 =
  Dazu  hätten  die  Bewohner  jener  Welten  nicht  die  geringste ¬
  Ursache,  weil  uns  die  Nächte  wirklich  mannichfaltige ¬
  wichtige  Vortheile  und  Annehmlichkeiten  zuwege
bringen.  Sie  laden  unter  andern  den  Menschen  und
alle  übrige  Geschöpfe  mit  ihrer  Dunkelheit  und  Stille
zu  der  benöthigten  Erholung  durch  den  Schlaf  ein;  verschönern ¬
  und  vervielfältigen  den  Anblik  der  Schöpfung
bey  ihrem  Wechsel  mit  dem  Tage  am  Abend  und  Morgen;
befördern  die  Fruchtbarkeit  des  Erdbodens;  enthüllen
unsern  Angen  den  unermeslichen  Schauplaz  der  grossen ¬

            
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