Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Architectur. ſtatt der Binder, und dauret ewig, iſt
auch der Faulung nicht unterworffen.

44.1.

Der Oel-
baum.

Der Kalch wird aus weiſſen oder Kie-
ſelſteinen gebrannt, die härteſten aber ſind
die beſte. Die ſchwammige aber taugen
beſſer zum Bewurff.

44.1.

4. Bom
Kalch.

Es giebt fünſerley Sdrten Sand, als
Keller-Sand, Fluβ-Sand, Rieß, Meer-
Gand und das Pozzolan.

44.1.

5. Vom
Sand,
beſſen fün-
ferley.

Der beſte Sand iſt, welcher, wann er
mit Händen gerieben wird, rauſchet, wel-
ches der, ſo Erden oder Schleim mit ſich
führet, nicht thut, weil er nicht raue iſt. Ndch ein Zeichen eines guten Sandes iſt
dieſes, daβ, wann man ihn auf weiſſen
Zeug leget, und wieder daovn abſchüt-
telt, er kein Zeichen oder Unrath hinter
ſich läßt.

Der Gand, ſo aus dem Boden gegra-
ben und Keller-Sand genannt wird, und
dieſe Qualität hat, wird für den beſten ge-
halten; Vitruvius hat deſſen diererlen,
nemlich den weiſſen, den ſchwargen, den
rothen und den Sarfunkelfarbigten.

44.1.

I. Kellers
Sand.

Wo man aber keinen Ort hat dieſen
guten Sand zu graben, ſo kan man. ſich
des Meer-oder Fluβ-Sandes bedienen,
welcher auch zum Bewurff beſſer iſt. Er
iſt gar vortreflich gut zur Mauer, dann
er bald trocknet. Der Kicβ oder der
Sand, ſo von dem Kieβ genommen wird,

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