Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Zwölftes Capitel. ment die Elektricität, mit der es geladen iſt, verlieret. Um dieſen Zufall zu verhüten, muß man den Boden um
die Stelle des Inſtruments herum ſo pflaſtern, daß ſich
das Pflaſter nach allen Seiten zu, wenigſtens 2 bis 3
Schuh über die Peripherie der untern Grundfläche des
Kegels hinaus erſtrecke: ſo wird das Aufſteigen des Thau-
es, welcher ſich an das Pech hängen und das Inſtrument
beſchädigen könnte, mit dem beſten Erfolge verhindert
ſeyn.

Wenn die Luft elektriſirt iſt, ſo muß ſie nothwendig
ihre Elektricität den in ihr enthaltenen Dämpfen mitthei-
len. Dies erhellet augenſcheinlich aus der Entſtehung des
Blitzes, welcher nicht durch Entladung der elektriſchen
Materie aus der Luft, ſondern aus den in ihr ſchwebenden
Dünſten erzeugt wird. Hieraus folgt, daß Regen, Schnee,
Hagel, Reif und Thau ſehr oft elektriſch ſeyn müſſen. Da
es Herrn Achard von großer Wichtigkeit zu ſeyn ſcheinet,
die Elektricität dieſer Meteore genau zu kennen und zu
beobachten, ſo hat er zu Entdeckung ihrer Natur und des
Grades ihrer Stärke eine eigne Maſchine erfunden. Dieſe
beſteht aus einem abgekürzten Kegel von Zinn, der am
obern Ende verſchloſſen, unten aber offen, und eben ſo,
wie die Maſchine zur Luftelektricität auf einem Fußgeſtell
iſolirt iſt. Mitten in den obern abgeſtumpften Theil des
Kegels befeſtiget Herr Achard eine mit einer Kugel geen-
dete eiſerne Stange, bedeckt das Ganze mit einer iſolirten
gläſernen Glocke, welche mit ihrem obern Ende noch 3
Zoll weit über die Kugel hinausreicht: an die Kugel
bringt er ein ſehr empfindliches Elektrometer, und über-
dieß einen leinenen Faden, um die geringſten Grade der
Elektricität zu entdecken. Da dieſes Inſtrument wenig
Höhe, und kein zugeſpitztes Ende hat, ſo nimmt es nicht
leichtlich die Elektricität der Luft an, welche ſo nahe bey
der Erde allezeit unmerklich iſt; hingegen der Regen,
Schnee, Hagel, Reif und Thau, weicher auf den Kegel
fällt, macht es elektriſch, und der Grad dieſer Elektricität

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