Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Um den Beobachter gegen die plötzlichen Anhäufun-
gen der Elektricität, welche bisweilen erfolgen, ſicher zu
ſtellen, befeſtiget Herr Achard an den Grund des Fuß-
geſtells einen eiſernen Stab, der mit der Erde nicht allein
in Verbindung ſteht, ſondern ſogar einige Schuhe tief in
dieſelbe hinein geht. Das obere Ende dieſes Stabs iſt
mit einem runden Knopfe oder Balle verſehen, der nur
einen Zoll weit von dem Kegel abſtehen darf. Wenn
ſich die Elektricität ſo anhäuft, daß das Inſtrument ſie
nicht mehr faſſen kann, ſo entladet ſie ſich von ſelbſt in
den metallenen Stab, der ſie unter die Erde führt. Eben
dies geſchieht, wenn der Blitz auf das Inſtrument fällt,
wobey der Beobachter in einer Entfernung von wenigen
Schuhen nicht die geringſte Gefahr läuft. Steht das
Inſtrument in einem Garten, ſo hat dieſe Art, eine Ver-
bindung mit der Erde zu machen, nichts unbequemes; will man aber das Inſtrument lieber im Hauſe gebrau-
chen (wobey man die zinnerne Röhre durch eine Oefnung
im Dache führen, und die Maſchine in eine Dachkammer
ſtellen muß) ſo läßt ſich die angezeigte Methode nicht
leicht anbringen: in dieſem Falle muß man die Verbin-
dung durch einen metallenen Stab machen, der von der
Dachkammer einige Schuh tief unter die Erde hinab geht. Zu größerer Sicher heit gegen ein herannahendes Gewit-
ter würde es dienen, wenn man den metallenen Stab mit
dem zinnernen Kegel in Berührung brächte: ſo würde
das Inſtrument ein wirklicher Ableiter werden. und an-
ſtatt das Haus der Gefahr auszuſetzen, daſſelbe vielmehr
vor aller Beſchädigung durch den Blitz beſchützen.

Wenn das Inſtrument in einer Dachkammer oder
auf dem Platform eines Hauſes ſteht, ſo hat man nichts
von dem Aufſteigen des Thaues zu befürchten; ſteht es
aber in einem Garten, ſo hängt ſich der Thau an das
Pech, welches die abgeſtumpfte Grundfläche des Kegels
bedeckt, und macht auf dieſe Art eine Communication
zwiſchen dem Kegel und der Erde, wodurch das Inſtru-

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