Full text: Adams, George: Versuch über die Elektricität

Zwölftes Capitel. ſelbe den Drath von neuem, obgleich nicht ſo ſtark, als
vorher. Läßt man Racketen durch ſolche dicke, niedrige
und anhaltende Nebel gehen, ſo erhält man oft Zeichen
einer Elektricität. Der P. Beccaria hat unter den
oben angeführten Umſtänden niemals ein Beyſpiel von
negativer Elektricität gefunden; außer vielleicht ein ein-
ziges mal, da er eine Rackete mit einer Schnur durch
einen niedrigen dicken Nebel gehen ließ: ob er gleich nach-
her ſehr gegründete Urſachen erhielt, zu glauben, daß er
ſich in Abſicht auf den an der Spitze bemerkten Stern
geirrt habe.

Herr Ronayne fand die Luft in Irland beym Ne-
bel, auch beym Reif, gemeiniglich elektriſirt, und das
ſo wohl bey Tag als bey Nacht, vorzüglich aber im Win-
ter; im Sommer ſelten, und nur von poſitiven Wolken,
oder kalten Nebeln. Die Elektricität der Luft beym Reif
oder Nebel iſt allezeit poſitiv. Auch hat er beym Ueber-
gange einer Wolke oft Abwechſelungen von negativer und
poſitiver Elektricität beobachtet.

Die meiſten Nebel haben einen Geruch, der dem
Geruche einer geriebenen Glasröhre ſehr ähnlich iſt.

Herr Henly hat gezeigt, daß die Nebel bey oder
gleich nach einem Froſte ſtärker elektriſirt ſind, als zu an-
derer Zeit, und daß ihre Elektricität oft, gleich nach ihrer
Entſtehung, am ſtärkſten iſt.

Wenn ein dicker Nebel aufſteigt, und zugleich die
Luft ſcharf und kalt iſt, ſo iſt der Nebel ſtark poſitiv elek-
triſirt.

Den Regen hält er nicht für eine unmittelbare Urſa-
che der Luftelektricität, aber er vermuthet, daß er eine
entfernte Folge derſelben ſey. Gemeiniglich fand er, daß,
wenn die Luft ſehr ſtark elektriſirt war, zwey oder drey
Tage darauf Regen oder andere üble Witterung erfolgte.

Wenn bey heiterm Himmel eine niedrige Wolke, die
ſich langſam bewegt, und von andern Wolken entfernt iſt,
über den Drath geht, ſo wird die poſitive Elektricität ge-

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