Full text: Cardano, Girolamo: Offenbarung der Natur und natürlicher dingen auch mancherley subtiler würckungen

ſachen/ Das fünfft bůch. vnd der durch ſichtig den durch ſichtigen/ vnd aber nit ſo eygentlich den O-
nyx. welcher auß mancherley arthen zůſam̃en kom̃en (als geſagt) vnd dun-
ckel iſt/ dieweil er mit weiſſen äderlinen offt vnderſcheiden/ (dañ es iſt kein
ſolliche milchweyſſe durch ſichtig) dañ die milch weiſſe farb entſtath auß ei-
ner weyße ſo etwas dunckelecht iſt. Darumb iſt der Sardonyx wie der Sar
da/ doch hat er ein ſchwartze/ oder himmelblawe/ oder purpur farbe/ oder
weyße (wie ein nagel iſt) wurtzel. er wachſet ſo ſeer daß mã vor zeyten heffter
an den ſchwerteren darauß gemachet hatt. daß aber der Sardonyx durch-
ſichtig ſeye/ verſthet man genůgſam auß deß Plinij ordnung vnd worten.

26.1.

Sardonyx.

Der Iaſpis vnd Achat hatt auch mancherley farb/ dann die edle geſtein
nem̃en auch alle farben an ſich. Deßhalbẽ iſt der Iaſpis der ſiebend vnder
den gemeinen edlen geſteinen/ der alle farbẽ an ſich nim̃et/ gemeinlich mitt
blůtrot tropffen beſprẽget iſt. der Indiſch iſt etwz edler/ durchſichtig/ vnd
grün. der Grammatiſch aber iſt der aller edleſt/ welcher in dem grünen ein
wißen ſtrich hatt. wañ aber deren vyl ſeind/ heiſſet er Poligram̃os. er iſt wol
als ſeltzã als yenẽ ein ander edelgeſtein/ laßt ſich auch ebẽ ſo wol anſchauwẽ.

26.1.

Iaſpis.

Der achteſt iſt ein Achat/ welcher etwas gemein hatt mit dẽ Iaſpis/ weil
er durchſichtig/ dunckel vnnd vermiſchet/ darzů alle andere farben an ſich
nimmet. man haltet vyl auff den duncklen/ ſchwartzen/ glantzendẽ/ mit ei-
nem gantzen weyſſen ſtrich. Diſe drey gatungen müſſen wir von einanderẽ
abſünderen/ dañ von anderen ſeind ſie gůt zů erkennen. in dẽ Iaſpys ſeind
alle farben dunckel/ vnnd begäret man in dem durchſichtigen ein dünckle/
vnd in der dünckle ein durchſichtigkeit. Es iſt auch der Iaſpis faſt gernpur
purfarb oder grün/ der Achat weyß oder ſchwartz. in dem Achaten iſt auch
ein ordnung (wie wol nit gar vnderſch eidlich) in den farben/ vnnd offt ein
ſtrich. in dẽ Iaſpis iſt alles vermiſchet. demnach werden in dem Iaſpis offt
die farben vnnd ſubſtantzen vermiſchet/ vnnd ſtellet das blůt/ iſt auch der
mertheil geſprenget/ welches alles dem Achaten fälet. Man ſagt aber wañ
mã diſen in ein ſiedet waſſer thüge/ mache er die ſiedẽde bein dariñen weich/
welches on zweyffel gewüſſer im Iaſpis manglet/ dann es im Achaten ſolte
waar ſein. Es werden beide ſtein von dem Onyx vnnd Sardonyx in dem
vnderſcheiden/ daß der Sardonyx leüchtet vnd durch ſichtig iſt/ auch zwo
farben hatt/ geordnet vnnd hert iſt. Es ſcheinet auch deß Onyx farben/
darzů die fleiſchfarb/ welche an dem Iaſpis vnnd Onyx nit gefundẽ würt.

26.1.

Achat.

Von dem Onyx haben ſie diſen vnderſcheid/ daß diſer gletter iſt dañ der
Iaſpis/ aber weicher vnd dunckler dañ der Achat/ alſo daß der Onyx faſt
in mitten der zweiẽ edlen geſteinen iſt. demnach daß die gewüſſe nagelfarb
in dem Onyx alle zeit vorhanden/ ſo vileicht in dem Iaſpis nie geſehen/ vñ
in dem Achaten gar ſelten/ wölcher doch nit ſo ordenlichẽ vnderſcheiden. Dergeſtalt werdẽ diſe auch von dem geſtein/ ſo dreyẽrley farben ſeind/ vnd
vor beſchriben/ vnderſcheiden. dañ in den drey geferbtẽ iſt die weiße allezeit
in der mitte/ vnd eigẽtlich von der eyſen farb oder ſchwertze abgeſünderet. Es wirt aber der Iaſpis vnd Achat alſo von dem durchſichtigẽ Onyx vn-
derſcheiden/ daß nit von nöten ſolliches anzůzeigẽ/ dieweil ẽs weitlänffig
vnd bekannt. Wie aber ein jeder vnder diſen von den anderen edlen geſtei-
nen ſo einer beſonderen art vnd nit gemein/ vnd in ſum̃a die gemeinen von
den ſeltzamen mögen vnderſcheiden werdẽ/ mag man durch diſe anzeigũg
verſthan. An der größe/ als wann er nümmer ſein gewüß ziel übertriffet/

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer