Trieben der Thiere.
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dasjenige, was Lust verspricht, zu erhalten,
und, was mit Unlust drohet, zu fliehen.
14.
Bey der klaren Vorstellung eines gegenwärtigen ¬
Dinges, kommt uns Menschen das Vergangene =
undeutlich wieder in den Sinn, worinn =
ein Theil mit dem gegenwärtigen einerley
ist. Bey heutiger Erblickung einer Person
stellen wir uns die gestrige Gesellschaft, wovon
sie ein Theil war, nebst dem, was darinn vorDiese ¬
Vorgegangen, =
alsobald wieder vor.
stellung des Vergangenen bey dem Gegenwärtigen =
ist mehrentheils unwillkührlich, wir können ¬
es directe nicht helfen oder wehren, daß
Es
uns etwas wieder in den Sinn kommt.
ist ein natürliches Bemühen, ein angebohrner
Trieb der Seelen, alles das Vergangene, in
der Vorstellung, bey dem Gegenwärtigen zu
erneuern, was mit dem Gegenwärtigen nur in
einem Theile einerley ist. Das dienet uns
zum Erkenntniß, sowohl der einzelen Dinge,
als ihrer Art; und zur Ausübung aller übrigen
Wir nennen solches
Gemühts=Fähigkeiten.
eine Einbildungs-Kraft; und es ist unleugbar, ¬
daß auch die Thiere eine EinbildungsKraft =
haben; daß ein Pferd zur Herberge hinein =
will, weil es sich, bey dem Orte, das dort
genossene gute Futter wieder vorstellet; daß ein
Hund sich vor dem aufgehobenen Stocke verkriecht, =
weil ihm die ehedessen damit ertheilte
SchläB3 ¬