Von den Gebilden.
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eines Blutgefäßes in die Wunde eines andern Thiers gelegt worden ¬
war. i) Eben so dringen auch fremde Substanzen von außen
in die Blutgefäße ein. Prochaska (Nr. 593. S. 52) legte
eine mit reinem Wasser gefüllte und zugebundene Arterie in ein
Glas mit Salzlösung und fand nach zwei Stunden das in der
Arterie enthaltene Wasser eben so gesalzen als das im Glase.
Gleiches bemerkte Foderá (a. a. O. p. 9), wenn er die Arterie
in ein Glas mit verdünnter Säure gelegt hatte. An lebenden
Thieren bewirkt nach Autenrieth (Nr. 97. II. S. 147) die
auf eine Vene gestrichene Salpetersäure, daß das darin enthaltene
Blut ein erdfarbiges Gerinnsel bildet; eben so wurde an dem von
Foderá (a. a. O. p. 30) in verdünnte Schwefelsäure gelegten
Darmstücke eines lebenden Kaninchens das in den Gefäßen enthaltene ¬
Blut nach einigen Augenblicken dunkel und coagulirt; wurde
eine Arterie oder Vene frei präparirt, durch ein darunter geschobenes ¬
Täfelchen noch mehr isolirt und an der freien Fläche mit einer ¬
Lösung von Krähenaugenextract bestrichen, so erfolgten Vergiftungszufälle, ¬
und das Blut in der Ader bekam einen bittern Geschmack ¬
(ebd. p. 9); eben so erkannte Lebküchner (a. a. O. p.
439) das Eindringen von blausaurem Kali, Kupferammonium,
Terpenthinöl, Emetin und giftigem Angusturaextract in das Blut
der Venen, auf deren äußere Fläche diese Substanzen gestrichen
waren, theils an der Wirkung von Reagentien, theils am Geruche,
theils an den darauf erfolgenden Vergiftungszufällen. k) In die
Höhle seröser Blasen gebrachte Substanzen treten durch deren Wandung ¬
nach außen. Lebküchner (Nr. 185. IV. S. 518) stellte
darüber mehrere Versuche am Bauchfelle lebender Katzen an: war
Ochsengalle eingespritzt, so fand er nach zwölf Minuten, daß die
äußere Fläche des Bauchfells Papier schmuzig färbte und ihm einen ¬
bittern Geschmack mittheilte; sieben Minuten nach Einspritzung
von Tinte fand er die innern Bauchmuskeln schwärzlich; Papier,
an der äußern Fläche des Bauchfells gerieben, wurde, wenn vor
drei oder vier Minuten salzsaure Eisenauflösung in die Bauchhöhle
gebracht worden war, durch blausaures Kali, oder wenn blausaures
Kali eingebracht worden war, durch salzsaures Eisen blau gefärbt.
Eben so findet man nach Mayo (Nr. 689. p. 98), wenn man