Full text: Bošković, Ruđer Josip: Roger Joseph Boscovich, der Gesellschaft Jesu Priesters, und öffentlichen Lehrers der Mathematik auf der hohen Schule zu Pavia Abhandlung von den verbesserten Dioptrischen Fernröhren, aus den Sammlungen des Instituts zu Bologna

Von verbeß. Fernröhren. vermöge deſſen es ſchwer fällt den halben Durch-
meſſer B D zubeſtimmen. Ich vermeine, man
könne nichts beſſers thun, als wenn man die Sa-
che auf folgende Weiſe angreiſt. Um eine Runde
in dem Fenſterladen eingeſchnittene Oeffnung be-
veſtige man eine Röhre (Fig. 10 & 11 Tab. I)
A C B D, und ſtecke in ſelbe eine andre FEGH,
die ſich innerhalb der erſten um ihre Achſe dre-
hen läßt. An dem Ende bey der Oeffnung hält
ſie eine feine Achſe E G, an welcher bey K eine
Rolle, und in der Mitte ein mettallener Plan-
ſpiegel I veſt gemacht wird. Vermittels der um
die Rolle, und Schraube LM geſpannten Schnur,
muß man dem Spiegel I eine ſolche Stellung
geben können, daß er das einfallende Sonnen-
licht parallel mit der Achſe der Röhre gegen das
andre Ende N zurücke werfe. Es iſt aber N eine
etwas breitere Circulöffnung, als das Glas
R, die in einem dünnen am Ende der innern
Röhre haftenden Brette F H eingeſchnitten wird: aus ſeinem Mittelpunckte beſchreibt man auf der
äußeren Seite des Brettes mehr Circul, und le-
get auf das gegen das Brett FH ſenkrecht ſtehende
Lineal QP, ein andres bewegliches SQ, bey deſſen
Ende das Glas in einer mit dem Brette parallelen
Stellung veſt gemacht wird. Bey dieſer Vor-
richtung bewegt man das Lineal SR mit dem
Glaſe R ſo lange, bis ſeine gegen das Brett ge-
kehrte erhabene Fläche, das von dem Spiegel I
durch die Oeffnung N zurücke geworfene Licht,
auf einen aus den Circuln, die auf dem Brette
F H beſchrieben find, ausbreite, welches in ei-
nem verfinſterten Gemache nicht gar zu ſchwer
zu unterſcheiden ſeyn wird, zumal alles Seitenlicht

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