Full text: Bošković, Ruđer Josip: Roger Joseph Boscovich, der Gesellschaft Jesu Priesters, und öffentlichen Lehrers der Mathematik auf der hohen Schule zu Pavia Abhandlung von den verbesserten Dioptrischen Fernröhren, aus den Sammlungen des Instituts zu Bologna

Abhandlung nern, daß man den Fehler verhüten werde,
wenn man ihn bey dem Objective nicht negatio
macht, ſondern gänzlich aufhebt, und ſich eines
auf eben die Weiſe zuſammen geſetzten Augengla-
ſes bedient, die wir für die Objective vorgeſchrie-
ben haben.

99. Weil die Abweichung, die aus der Ku-
gelfigur entſtehet, weit kleiner iſt, als jene, die
durch die ungleiche Straalenbrechung verurſachet
wird, kann man die Mühe erſparen, die Glei-
chung des vierten Grades aufzulöſen, von der
wir (95) Meldung gethan haben. Man kann
ſich demnach begnügen mit Aufhebung dieſer Ab-
weichung für die mittlere Straalen, in dem ſie
dadurch auch bey allen übrigen ſehr vermindert
wird: hergegen kann man in einer andern Ab-
ſicht den Werth des c durch a beſtimmen, mei-
ſtens um eine zur Ausarbeitung bequemere Ver-
bindung der vier Flächen zu erhalten; allwo zu-
mal zu beſorgen iſt, daß nicht etwa der Durch-
meſſer für eine allzuklein ausfalle; ſollte dieſes
ſich ereignen, könnte man dem Fernrohre keine
ſo große Oeffnung geben, ohne wider den Lehn-
ſatz (21) zu handeln, in welchem wir angenom-
men haben, daß X M gegen X S ſehr klein ſey.

100. Solche Beſtimmungen können vieler-
ley ſeyn, als wenn man zum Beyſpiele bey ei-
nem Glaſe eine ebene Fläche haben wollte, deren
Durchmeſſer folglich unendlich wird; oder wenn
man ſetzte, daß eines aus den Gläſe@n ſchon ge-
geb@n werde, und nur das andre zn ſuchen ſey,
das ſich mit ihm zuſammen ſetzen läßt; oder auch

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