Full text: Bošković, Ruđer Josip: Roger Joseph Boscovich, der Gesellschaft Jesu Priesters, und öffentlichen Lehrers der Mathematik auf der hohen Schule zu Pavia Abhandlung von den verbesserten Dioptrischen Fernröhren, aus den Sammlungen des Instituts zu Bologna

Von verbeß. Fernröhren. weichung in dem Verhältniſſe der Quadrate der
Oeffnungsbreiten, durch welche das Licht hindurch
geht, abwächſt, folget nothwendig, daß ſie ſehr
klein werde. Im Gegentheile iſt zwar die aus der
verſchiedenen Brechung herkommende Längenab-
weichung mit der Oeffnung keinesweges verbun-
den (68), und verbleibt eben ſogroß bey einer klei-
nen, als bey einer größern Oeffnung; doch wird
die hieraus verurſachte Breitenabweichung durch
die kleinere Oeffnung ſehr vermindert: daß dem-
nach, ungeachtet dieſes Fehlers, der bey den
Augengläſern annoch verbleibt, wenn er nur
bey dem Objective verbeſſert wird, leicht zu be-
greifen iſt, warum dieſe Art der Fernröhre zu
einer dermaaßen großen Vollkommenheit gelan-
ge, und ihre Deutlichkeit, zumal bey der Ach-
ſe, weder durch das ſtarke Licht, noch durch die
Vergröſſerung des Vildes, Schaden leide.

97. Wollte man für die Straalen, die aus
einem in der Achſe liegenden Punkte kommen,
alle aus der Brechung entſtehende Abweichung
verhindern, wäre nur nöthig, dieſelben bey den
Objectiogläſern (wenn es ſo zu ſagen erlaubt iſt)
mehr als zu verbeſſern, das iſt, man müßte die
Abweichung bey den Objectiven aus dem poſitiven
Stande in einen negativen bringen, und zwar
daß die negative Abweichung eben ſo groß wäre,
als die poſitive bey allen Augengläſern ſämmt-
lich ſeyn würde, wenn das Licht in das nächſte
an dem Auge parallel einfiel, um, nachdem es
durch alle übrige durchgegangen wäre, ſich wie-
derum in dem mit dem Objective gemeinſchaft-
lichen Brennpunkte zu vereinigen. Setzet man

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