Dritter Abschnitt.
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gen kann die Veräusserung nicht gestattet werden 2); von
welcher Bestimmung die Gesetze einzelner Staaten und
die Praxis neuerer Zeit abweichen 3). II. Bey der Veräusserung ¬
ist die entbehrlichste Sache zu wählen 4).
III. Das vormundschaftliche Gericht hat sodann ein Dekret ¬
zu erlassen, welches die Veräusserung gestattet, oder
wenn sie bereits geschehen ist, genehmigt 5). IV. Die
Veräusserung in öffentlicher Versteigerung ist nicht unumgänglich ¬
nothwendig 6), es sey denn, daß sie durch besondere =
Gesetze vorgeschrieben wäre ?).
1) L. 1. F. 2. L. 5. F. 9. L. 10. L. 11. D. de rebus
eorum (27,9.) L. 12. C. de praed. et alim. reb. minor. ¬
(5, 71.) Lauterbach, L. XXVII. Tit. 9. §. 7.
seqq. Hoffaker, Tom. l. §. 671. Höpfner, F. 204.
Thibaut, F. 523. — N. P. O. von 1577. 32r. Tit.
Würtemb. L. O. 34r. Tit. F. 3. — Preuss. L.R.
F. 550. ff. (s. unten §. 46. N. 1.) — Oesterr. G. B.
F. 232. (s. daselbst). Cod. Nap. Satz 457. ff. (s. daselbst). =
2) L. 5. §. 14. L. 15. de rebus eorum (27, 9.) L. 12.
C. de praed. (5, 71.) Lauterbach, L. XXVII. Tit. 9.
F. 6. Struben's rechtliche Bedenken, 1r. Thl. S. 387.
Hoffacker, Tom. I. §. 671. Note c. Höpfner, F. 204.
Thibaut, §. 523.
3) Dabelow, Handbuch des Pandekten=Rechts, 3r. Thl. S. 577.
Die Veräusserung in einem solchen Falle gestatten: 1) die
Hessen=Darmstädtische Verordnung vom 1. Febr. 1630. (s.
„Höpfner, §. 204. Not. 3.); 2) die Würtemb. Verordnung =
vom 12ten Juni 1688. (s. Hochstetters Extract
der Würtemb. General=Rescripte, S. 176.) wo es heißt:
„Es mögen der Minderjährigen und Waysen Güter nicht
„allein um dringender Schulden willen, und aus Noth„fall, ¬
sondern auch durch Beybehaltung dergleichen Gü„ter, =
zumalen, wenn die Kinder noch unerzogen, dem
„Pipillen merklicher Schaden abgewendet, oder durch
„deren Entschlagung merklicher Nutzen geschafft werden
„kann, alienirt und gerichtlich darüber erkannt werden,