Objekt : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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den  Chalid  und  Jukinna  abgesendet  hatte,  ward  er  wegen  ihrer  Rückkehr
besorgt,  und  marschirte  mit  einem  Heere  von  Bidlis  nach  der  Wiese
Wastan,  wo  er  sein  Lager  aufschlug,  und  schickte  Kundschafter  nach
Achlat,  die  ihm  am  folgenden  Tage  alles  Vorgefallene  berichteten.  Auf
diese  Nachricht  sagte  Ijadh:  „Es  ist  keine  Stärke  und  Macht,  ausser  bei
Gott,  dem  Allerhöchsten  und  Allmächtigen;  bei  dem  Herrn  der  Raaba,
unsere  Gefährten  sind  verrathen.“  Die  Moslemin  fragten:  „Wie  so,  Gefährte ¬
  des  Propheten?“  „Unsere  Gefährten,  sagte  er,  sind  ausgegangen,
um  eine  Sache  anszuführen,  und  nun  steht  es  sehr  schlimm  mit  ihnen.“
„Vertraue  auf  Gott,  erwiederten  sie,  und  verlasse  dich  auf  ihn;  denn
Gott  lässt  keinen  Frommen  verderben,  und  ist  seinen  gläubigen  Dienern
stets  mit  Hülfe  nahe.  Sie  beabsichtigten  die  Verherrlichung  seiner  Religion ¬
  und  den  Sieg  der  Gesetze  seines  Propheten.  Gott  aber  sagt:  Es
gebührt  uns,  dass  wir  den  Gläubigen  helfen.  Du  weisst  aber,  dass  dem
Gläubigen  vier  Dinge  befohlen  sind:  dass  er  des  Morgens  nur  Gott
danke;  dass  er  nur  auf  Gott  vertraue;  dass  er  nur  zu  Gott  hoffe,  und
dass  er  nur  Gott  fürchte.“  —  Ijadh  sagte:  „Wir  vertrauen  auf  Gott,
und  übergeben  ihm  unsere  Sache.“
El  Wakedi  sagt:  Sie  denken,  aber  Gott  lenkt  wie  er  will.  Ijadh
blieb  zehn  Tage  auf  der  Wiese  Wastan,  und  ward  krank.  Die  Gefährten ¬
  besuchten  ihn  oft.  Er  sagte:  „Wenn  Gott  seinem  Diener  wohl
will,  so  wird  er  es  schon  machen.  Ich  war  einst  mit  dem  Propheten
unter  cinem  Baume.  Er  sass  auf  seinen  Rleidern,  und  wir  sprachen
von  Kranken  und  Seuchen;  der  Prophet  sagte:  Wenn  den  Gläubigen
eine  Krankheit  befallt,  und  er  wird  davon  geheilt,  so  ist  es  eine  Sühnung, ¬
  die  ihn  von  seinen  Sünden  befreit,  und  eine  Ermahnung,  wodurch
er  sich  Gnade  erwirbt;  wenn  aber  den  Ungläubigen  eine  Krankheit  befällt, ¬
  und  er  gelangt  wieder  zur  Genesung,  so  ist  er  wie  ein  Rameel,
welches  von  seinem  Herrn  gefüttert  und  dann  ausgeschickt  wird;  er
weiss  nicht,  womit  er  gefüttert  wird,  und  weiss  nicht,  wohin  er  gesendet
wird.  Einer  der  Anwesenden  sprach:  Ich  bin  noch  niemals  krank  gewesen. -
  Der  Prophet  sagte:  Stehe  auf  und  verlass  uns;  denn  du  gehörst
uns  nicht  an.  Während  wir  noch  sprachen,  kam  ein  Mann,  der  mehrere
junge  Vögel  mit  seinen  Kleidern  bedeckt  hatte,  und  sagte:  Ich  sah  dich,
o  Prophet,  und  ging  zu  dir;  unterwegs  kam  ich  bei  einem  Walde  vorbei -
  und  hörte  die  Stimme  junger  Vögel;  ich  nahm  sie  und  bedeckte
sie  mit  meinen  Hleidern;  ihre  Mutter  flog  heran,  und  flog  immer  um
meinen  Kopf;  ich  deckte  das  Kleid  ab,  und  sie  flog  zu  ihren  Jungen,
und  nun  habe  ich  sie  hier  auch.“  Auf  Geheiss  des  Propheten  legte  er
die  Vögel  nieder;  die  Mutter  näherte  sich  ihnen,  und  fütterte  sie  aus
            
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