Volltext : Cantzler, Bernhard: Summa geometriae practicae

Vom  Feldmessen  /
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Demnach  aber  durch  die  gemeine  Messer  /  so  deß
Köbels  Kunst  brauchen  /  in  dergleichen  und  andern
offtmals  gar  grob  gefehlet  wird:  will  ich  zu  einem  Exempel =
  den  Triangel  ABC.
A
allhie  setzen  /  dessen  zwo  Seiten  AB  und  BCjede  13°.
61.  lang  AC  242.  und  solches  nach  Köbels  5.  Regul
rechnen.  Hernacher  aber  nach  der  Lehr  dieses  Theils  /
Num.  4.  und  5.  examiniren.
Köbel  spricht  /  man  soll  die  eine  gleiche  Seiten  gantz
mit  der  andern  Halbtheil  multipliciren  /  das  Product
sey  des  Felds  Jnhalt.  Wenn  nun  das  Eck  /  so  beyde
gleiche  Seiten  beschliessen  /  ein  rechter  Winckel  wäre  /
so  kame  das  rechte  Facit.  Weilen  aber  ABC  in  diesem
casu  ein  stumpffer  Winckel  ist  /  welches  daraus  erscheinet =
  /  daß  AC  im  Messen  sich  24.  befinden  thut.  Denn
wenn  ABC  ein  rechter  Winckel  wäre  /  hätte  AC  nur
19..  2.  3.  .  +  per  47.  1.  Eucl.  seyn  können.  Muß  also
nothwendig  ein  falsche  Summ  heraus  kommen.  Denn
multiplicir  13  .  61.  die  eine  gantze  Seiten  /  mit  6.  81.
der  andern  halben  Seiten  /  kommt  der  vermeinte  Jnhalt =
  92.4.  8’.
Such  aber  den  rechten  Jnhalt  /  nach  Lehr  dieses
Theils  Num.  4.  Erstlich  /  daß  die  Linea  AC  24.  lang  /
ist  vorgemeldt:  darauf  ziehe  aus  Dzu  Bnach  Lehr  deß
Ersten  Theils  Num.  18.  ein  Perpendicular,  welche
befunden  wird  6.4.  Damit  multiplicir  AC  24.  komt
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