Meeresstrüdel.
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Sturm und Fluth sehr gefährlich ist. Der dritte, südlich
von Siderö, oder der Sambö=Mönch, soll die Fahrzeuge,
wenn sie in seinen Wirkungskreis gerathen, in den Grund
ziehen, auch noch dann, wenn er am rühigsten ist. In seinem =
äußersten Kreise ist er an achtzig bis neunzig Faden
tief, und das Wasser dreht sich ohne alles Geräusch. Weiter ¬
hinein beträgt seine Tiefe fünf und zwanzig bis dreißig
Faden, und das Meer wird daselbst unruhig. Im Innern
des Wirbels macht die Tiefe uur acht bis zehen Faden, und
das Wasser bildet mehrere Schneckengänge. Der Grund
besteht aus kleinen Felsen, deren Spitzen sich dem Wasserspiegel ¬
bis auf acht Fuß nähern. Ein Boot auf diesen Grund
getrieben, dreht sich mit großer Schnelligkeit im Kreise herum, ¬
und wird den Schneckengängen zugeführt 1).
In dem Long=Islands=Sunde an der Nordamerikanischen ¬
Küste befindet sich ein Strudel, the Pot genannt,
über einer zehen Fuß mit Wasser bedeckten Klippe, welcher
alles an sich reißt und verschlingt.
Wassersäulen.
in
Wassersäulen, Typhonen, Wasserhofen
der Art, wie wir sie hier beschrieben finden, sind durch die
*) Paul Lucas Fer. Reise. Bergmann a. O. S. 381. Fabricil
hydroth. L. 3. Cap. 2.
2) Nubes attractivae; nubes pendulae; tubae turbineae marinae;
marinae aquae ascensus in altum; prester. Franz. trombes. Engi.
Waterspouts. Die Japaner, bei denen dieses Phänomen in übeln
Rufe steht, nennen solches: springende Drachen. Charlevoix histoire
de Japon. Priestley's Geschichte und gegenwärtiger Zustand der
Elektricität. a. d. Engl. von Krünitz. Berlin und Stralsund 1772. 4.
S. 437. ff. Thom. Shaw's Reisen und Bemerkungen versch. Theile
der Levante betreffend. Leipz. 1765. 4. S. 289. Lemery Course of
chemistry, Ed. 4, p. 116, Philos, trans. 1735. ho. 428. Commerc.
liter, Norinb. P. V. 1731. p. 198.