Strömungen.
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Die Geschwindigkeit der Strömungen ist unter sich
verschieden: am schnellsten gehen sie in den Meerengen,
zwi
schen Inseln und Sandbänken. Als Cook über den
30
Grad der westlichen Länge kam, fingen die Wirkungen der
Meeresstrôme an beträchtlich zu werden. Je weiter er kam
desto schneller wurden sie, so daß er fünf Tage lang jeden
Tag nicht weniger als zwanzig Semeilen südostwärts
ger
trieben wurde
In den Lazarus=Schären, wenn man nach den Philippinischen ¬
Inseln segelt, soll der Wasserzug an einigen
Stellen so heftig seyn, daß er einen Ankertau von 24 Zollen ¬
im Durchmesser zerriß 2). Die Meeresstrôme aus Norden, ¬
welche Ellis 1746 und 1747 auf seiner Reise in de
Hudsonsbay bemerkte, verstärkten sich an Schnelligkeit
mehr sie an Breite zunahmen. Er fand den Lauf dieser
Strömungen in der Wagersbay so reißend, daß das Wasser
in einer Stunde acht bis zehen Meilen zurück legte.
vergleicht sie daher mit einer Mühlenschleuse. Barenz
fand nördlich und südlich von Neuseeland einen beständigen
Eisstrom, welcher von Osten kam, und mit einer reißenden
Schnelligkeit dahin floß, so daß er ihn, wie Ellis, mit
einer Schleuse verglich. Es gab unter den Eismassen welche
die 36 Klafter tief im Wasser=gingen.
In einigen Meeren hat man in verschiedenen Tiefen
Ströme entdeckt, die in entgegen gesetzter Richtung über
einander laufen. Obgleich Büffon 4) einen solchen doppelten ¬
Wasserzug den hydrostatischen Gesetzen zuwider erklärt,
so bestätigt ihn doch die Erfahrung, und man wird dergleiHawkesworth ¬
z B. S. 597.
Fournier Hydrogr. L. 9. Ch. 5r.
3) Reisen der Ostind. Comp. 1 B.
1) Aug. N. G. 2 Ch. 6. 20.