Fünfte Abth. Dritter Abschnitt.
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grunde so sicher, als im festesten Schlosse 1). Die Schiffahrtskunde ¬
ist jetzt zu einem so hohen Grad der Vollkommenheit ¬
gebracht, und das Schiffsvolk so geübt und abgehärtet, ¬
daß man der Stürme, wenn sie weit vom Lande
entstehen, nicht achtet, und daher, wenn nur bei der Abfahrt ¬
der Wind günstig ist, wenig nach der Jahreszeit frägt.
Byron sah jedoch einst einen ungeheuren Wassersturz von
schäumenden Wogen sich herab wälzen, welcher sein Schiff
erreichte, und sogleich auf die Seite legte. So wie er auf
ihn zurollte, flogen viele hundert Wasservögel vor demselben
her, die ihr Entsetzen durch ein lautes Angstgeschrei ausdrückten. ¬
Es dauerte etwa zwanzig Minuten, und würde,
wenn er das Schiff des Nachts und ohne Vorkehrung getroffen ¬
hätte, solches unfehlbar zu Grunde gerichtet haben ).
Stürme sind in den Meerengen, an allen hervorragenKüsten, ¬
an den Vorgebirgen und Landspitzen, am häufigsten.
Außerdem ist ein Meer denenselben mehr bloßgestellt, als
das andere. Das Japanische Meer, die Magellanische
Straße, nebst demjenigen Striche, welcher die Afrikanischen
Gestade bis über die Canarischen Inseln, und auf der andern ¬
Seite bis ans Land Natal umgiebt, das rothe, das
Atlantische Meer sind den Stürmen besonders ausgesetzt.
Vorzüglich ist die Gegend um das Vorgebirge der guten
Hoffnung der Schauplatz häufiger Stürme, und außerdem
wegen einer Wolke berüchtigt, wodurch jene Stürme erzeuget ¬
werden. Diese Wolke erscheint anfänglich in Gestalt
eines kleinen runden Flecks, der von den Seefahrern mit
dem Namen Ochsenauge belegt wird, und sich in der Folge
ausbreitet. Sie zieht sich ganz langsam und ohne merkliche
Bewegung in der Luft zusammen, und aus ihr bricht sodann
plötzlich ein Ungewitter hervor, mit einem Sturme begleitet,
2) Forster's Gesch. Einl. 6. 6.
Hawkezworth.