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halten Sprache für jeweils schichttypische Bereiche der
Kommunikation erst dann für wichtig, wenn ihre Kinder schwächere
verbale Leistungen zeigen. Auf dieser Ebene scheint die Übermittlung
von Funktionsprinzipien nicht, wie Bernstein annehmen würde, eine
Domäne der Mittel-, sondern der Unterschicht. Daß in der Mittelschicht -
affektiv diffuse, in der Unterschicht Kommunikation über
die Funktionsprinzipien von Dingen größere Selbstverständlichkeit besitzt, -
kann mit der "Substanz der Arbeit" zusammengebracht werden,
die in der Unterschicht typischerweise "Umgang mit Sachen" in der
Mittelschicht "Umgang mit Personen oder Daten und Symbolen" ist
(Kohn 1969).
Zusammenfassend wollen wir versuchen, die gegebenen Erklärungen
schichtspezifischer Einflüsse der Kommunikationsbereitschaft und
Sprachbewertung der Eltern auf das passive Wortverständnis zu
systematisieren. Wir sind von dem allgemeinen Eindruck ausgegangen,
daß das schichtuntypische Verhalten der Eltern die Leistungen der
Kinder fördert, und haben untersucht, ob er sich in den einzelnen
Bereich des Erziehungsverhaltens wiederfindet. Dabei haben wir
vier Typen gefunden. (1) In Zwei Bereichen ergaben sich keine
Schichtunterschiede des Elternverhaltens und ein vergleichbarer
Zusammenhang mit der Differenzierungsfähigkeit des Kindes in beiden
Schichten: C 6, "Bus oder Straßenbahn"; S 13, "Gut und Böse". Ohne
daß diese Einstellungen der Eltern sich inhaltlich zusammengruppierten, -
müssen wir sie als wirksame schichtunabhängige Einflüsse
Hausarbeiten“ und
verbuchen. (2) In zwei weiteren Bereichen: C 1, "
C 2, "Straße" hängt zwar die Interaktionsbereitschaft der Mutter in
jeder Schicht positiv mit der Differenzierungsfähigkeit des Kindes
zusammen, tritt aber selber stärker in der Mittelschicht auf. Obwohl -
sie sich als "offene" Bereiche zusammenfassen lassen, können
wir nicht entscheiden, ob es sich um soziale Einflüsse innerhalb
oder außerhalb von "Schicht" handelt. Fassen wir die beiden ersten
Typen zusammen, so haben wir immerhin drei "offene" Bereiche, in
denen die Interaktionsbereitschaft der Mütter in beiden Schichten,
besonders aber in der Unterschicht, in der sie seltener vorkommt,
mit gutem kategorialen Differenzierungsfähigkeit des Kindes zusammenhängt. -
Zwei Ergebnisse verdienen also festgehalten zu werden: