Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Zweite  Abth.  Zweiter  Abschnitt.
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wann  diese  Operation  mit  ihr  ein  Paar  Mal  wiederholt  wor
den,  dem  Abrauchen  unterworfen.
Warme  Soolen  sind  sehr  selten:  doch  kannten  die  Alten
bereits  die  Pagaseische  Quelle  *).
Bisher  sind  noch  wenig  Soolen  chemisch  untersucht
Die  fremden  Beimischungen  erschweren  den  halurgischen
Prozeß,  können  aber  durch  den  Nebengewinn,  welchen  sie
darbieten,  entschädigen.  In  vielen  Mutterlaugen  bleiben
Schwefelsäure,  Bittererde  und  unreines  Kochsalz  zurück,  die
sich  unter  gewissen  Umständen  auf  Salzsäure,  Glaubersalz,
Bittersalz  u.  s.  w.  nutzen  lassen.
Deutschland  hat  an  Salzquellen  einen  Ueberfluß,  zu  deren ¬
  vorzüglichsten  folgende  gehören:
Die  Salzquellen  zu  Lüneburg  von  sehr  reichhaltiger
Soole,  die  ohne  Gradirung  versotten  wird.
Die  Salzquellen  zu  Salzhemmendorf  in  NiederSachsen. ¬

Die  Salzquelle  bei  Salzdalum  unweit  Wolfenbüttel. ¬

„Die  Pyrmonter  Salzsoole  2).
Das  Salzwerk  zu  Halle  im  Saalkreise  3).
Die  Salzquellen  zu  Salzungen  und  Frankenhausen ¬
  im  Thüringschen.
Das  Salzwerk  zu  Außen  und  Hallstadt  im  Oesterreichischen ¬
  und  zu  Hallein  im  Salzburgischen.
Vorzüglich  ist  Siebenbürgen  reich  an  Salzquellen.  Wenn
die  Frage  von  einzelnen  besondern  Quellen  ist,  so  kann  man
ihre  Anzahl  sicher  auf  mehr  als  dreihundert  rechnen,  und
ob  der  Gehalt  derselben  zwar  nicht  überall  gleich  stark  ist;
so  sind  sie  doch  an  diesen  Produkten  so  ergiebig,  daß  man
1  Plinius  L.  XXXI.  c.7.
2)  Westrumb's  Abhandlungen.  IV.  Band,  Heft  1.  S.280.
3)  Försters  Gesch.  des  Halleschen  Satzwerks.  Halle  1795.  8.
            
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